Sonnencreme: So kommen Sie gut durch den Sommer!

Ein brauner Teint wird immer auch gleichgesetzt mit, gesund, fit und jugendlich. Doch die oft genannte „gesunde“ Bräune existiert nicht. Um Langzeitschäden zu vermeiden, ist eine gute Sonnencreme unerlässlich. Hier die wichtigsten Tipps und Tricks von Kosmetik Lee für einen unbeschwerten Sommer.

Sonnencreme

Freund und Feind – die Sonne hat zwei Seiten

Sonnenschein

Auch wenn die erste Sonne noch so lockt, sollte man sich auch im Frühling bereits eincremen.

Sonnencreme – das wichtigste Utensil für einen unbeschwerten Sommer! Zweifellos, hat die Sonne viele positive Einflüsse auf unseren Körper. Sie bewirkt ein positives Wohlbefinden, bringt unseren Kreislauf in Gang und versorgt uns mit Glückshormonen. Dazu fördert sie die Bildung von Vitamin D, dass bei der Knochenbildung, für die Muskulatur und unser Immunsystem eine tragende Rolle spielt. Bereits in geringen Mengen produziert der Körper unter Einwirkung von UVB-Strahlen Vitamin D.

Zuviel Sonne birgt jedoch vor allem für die Haut auch Gefahren. An dieser Tatsache führt leider kein Weg vorbei. Schuld daran sind die UV-Strahlen. Von ultravioletter Strahlung spricht man, wenn es sich um elektromagnetische Wellen mit Wellenlängen von 100 bis 400 Nanometern (1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter) handelt. Genau diese Strahlen sind in unserem Sonnenlicht enthalten. Sie sind für unsere Augen nicht sichtbar und verfügen über viel mehr Energie als die Lichtstrahlen, welche wir sehen können. Die UV Strahlen werden in drei Kategorien aufgeteilt:

UVC: 100 bis 280 nm; extrem kurzwellig.

UVB: 280 bis 320 nm; kurzwellig.

UVA: 320 bis 400 nm; langwellig.

Kurzwelligen Strahlen sind wesentlich gefährlicher als langwellige – je kurzwelliger die Strahlen, desto mehr Obacht ist geboten. Je langwelliger die Strahlung, je schlechter werden sie durch die in der Atmosphäre befindlichen Gase aufgehalten. Dabei spielt die etwa 30 Kilometer dicke Ozonschicht (wo sie noch vorhanden ist) eine wichtige Rolle, denn sie hält wie eine gigantische UV-Sonnenbrille die aggressiven Strahlen von uns fern. UVA-Strahlen kommen somit praktisch ungehindert durch die Ozonschicht und die UVB-Strahlen immer noch zu etwa 90 Prozent. Lediglich die UVC-Strahlung kann nicht bis zur Erdoberfläche vordringen.

Langwellige UVA-Strahlung verursacht Sonnenunverträglichkeit, frühzeitige Alterung der Haut oder Hautveränderungen. Wesentlich gefährlicher ist jedoch die kurzwellige UVB-Strahlung. Auch wenn diese nur bis zur äussersten Hautschicht (Epidermis) durchdringt, verursacht sie dort den so unterschätzten wie gefährlichen Sonnenbrand. UVA-Strahlung überfordert den natürlichen Reparaturmechanismus unserer Haut ziemlich schnell und kann die DNA (Trägerin der Erbinformationen) unmittelbar schädigen. UVA- wie UVB-Strahlung fördern das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken erheblich.

Sonnenschutz für Kinder

Sonnencreme für KinderDie Haut von Kindern braucht einen besonders hohen Sonnenschutz, denn sie ist viel empfindlicher als Erwachsenenhaut. Bei Kinderhaut sind die Schutzmechanismen gegen UV-Strahlung noch nicht ausreichend entwickelt.[/caption]

Vor allem Kinder und Jugendliche sollten sich besonders gut schützen. Anders als bei erwachsenen Personen ist der natürliche Schutzmechanismus der Augen und der Haut noch nicht vollständig entwickelt. Darum: Setzen Sie Kleinkinder niemals der prallen Sonne aus.

Sind Sie erwachsen mit Hauttyp I oder II?

Dann ist für Sie ist ein perfekter Sonnenschutz zwingend nötig, denn Ihre Haut kann durch die UV-Strahlung sehr schnell Schäden davontragen. Die auffälligste Reaktion Ihrer Haut ist die Bräunung – leider gibt es jedoch keine „gesunde“ Bräunung: Ein sonnengebräunter Teint ist immer auch ein Zeichen, dass die Haut angegriffen wurde. Die UV-Strahlen regen die Pigmentzellen (Melanozyten) an, via einen komplexen Prozess, braunen Farbstoff (Pigment) zu entwickeln. Dass die Haut braun wird ist eigentlich nur ein normaler körpereigener Schutzmechanismus.

Übersteigt die Einstrahlung einen bestimmten, von Person zu Person unterschiedlich hohen Grenzwert, setzt eine akute Schädigung der Haut ein. Um bis zu mehrere Stunden zeitverzögert kommt es zu Rötungen und Schwellungen der zu intensiv bestrahlten Haut. Dauert die Bestrahlung an, bilden sich Blasen und schliesslich sterben die oberflächlichen Hautzellen ab.

Der richtige Schutz vor UV-Strahlung

Den wirksamsten Schutz vor UV-Strahlung bieten Schatten und die richtige Kleidung. Sie müssen sich allerdings bewusst sein, dass auch im Schatten, eine UV-Strahlung von 30 bis 50 Prozent gemessen wird. Auch Kleider schützen nicht alle gleich gut. Dicht verarbeitete Materialien bieten mehr Schutz als leichte und künstliche Fasern wie z.B. Polyester bieten einen höheren Schutz als Baumwolle oder Leinen. Kräftige Farben schützen effektiver als weisse und nasse Kleidung ist für die UV-Strahlung leichter zu überwinden.

Bekleidung

Für Kleider, welche nach australischem oder neuseeländischem Standard über einen UPF 50+ verfügen, dürfen die Produzenten das Label „Sun Protective Textile“ der Krebsliga anbringen. Der UPF ist gleichbedeutend wie der Lichtschutzfaktor bei Sonnencremes. Das bedeutet, dass ein Faktor von über 50, unter zwei Prozent der UV-Strahlen durchlässt.

Sonnencremes

Wer sich dennoch der Sonne aussetzen möchte, sollte nur geeignete Sonnencremes auftragen. Hierbei ist der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) das Mass für die Wirksamkeit einer Sonnencreme. Der LSF sagt Ihnen, wie viel länger Sie sich mit der Sonnencreme der Sonne aussetzen können kann als wenn Sie keine verwenden würden. Um den LSF zu bestimmen, müssen Sie jedoch die Eigenschutzzeit der Haut sowie die Zeitdauer kennen, in der Sie sich in die Sonne begeben. Die Zeit des Eigenschutzes hängt ganz von Ihrem Hauttyp ab und von, wie intensiv die Bestrahlung ist. Eine Sonnencreme mit LSF 15 ermöglicht somit rein rechnerisch, ein 15-mal längeres Sonnenbad, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Sind Sie ein heller Hauttyp ist Vorsicht geboten, denn schon nach wenigen Minuten ohne Sonnenschutz können Hautrötungen entstehen. Das heisst, dass selbst bei einem LSF von 15 Sonnenbäder von mehr als 60 Minuten nicht zu empfehlen sind.

Gemessen wird der Lichtschutzfaktor (LSF) von den Produzenten,  wenn zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter auf Haut aufgetragen wurden – das sind, verteilt auf den ganzen Körper, zirka 30 bis 40 Gramm – also ziemlich genau eine Hand voll. Wenn weniger aufgetragen wird, was leider im Alltag üblich ist, reduziert sich der LSF. Wer also nur auf den Lichtschutzfaktor schaut, ist daher nicht gut beraten. Der von der EU-genormte Faktor gibt lediglich den Schutz vor UVB-Strahlen bekannt. Eine gute Sonnencreme sollte aber immer auch UVA- Filter beinhalten. Kosmetik Lee empfiehlt, dass der UVA-Schutzfaktor einer Sonnencreme mindestens einen Drittel des Lichtschutzfaktors (UVB-Schutz) ausmachen sollte. Lassen Sie sich auch bitte nicht von der Bezeichnung „Sunblocker“ täuschen, Denn einen absoluten Schutz vor der Sonne gibt es nicht.

Solarium

SonnenstudioLeider ist es noch immer ein weitverbreiteter Aberglaube, dass man sich unter der Sonnenbank auf die Sonne vorbereiten kann, das ist völliger Unsinn. Denn auch im Sonnenstudio wird die Haut argen Strapazen ausgesetzt, da Ihre Haut nicht zwischen natürlichen und künstlichen UV-Strahlen unterscheiden kann. Zudem werden in den Solarien vor allem UVA-Strahlen eingesetzt. Diese Strahlen sind zig-fach stärker als jene an der Sonne. Diese pigmentieren die Haut zwar sofort, können aber nicht vor den natürlichen UV-Strahlen schützen und sind darum auch nicht als Vorbereitung auf eine intensive Sonnenbestrahlung geeignet. Nicht ohne Grund rät darum auch die Weltgesundheitsorganisation WHO vom Besuch von Sonnenstudios aus kosmetischen Gründen oder zur Vorbereitung auf die natürliche Sonne ausdrücklich ab.

Die sieben goldenen Regeln gegen Sonnenbrand

  1. Schatten und synthetische Kleidung bieten den besten Schutz.
  2. Vermeiden Sie die direkte Sonne zwischen 11 und 15 Uhr.
  3. Tragen Sie einen Hut und eine Sonnenbrille.
  4. Benutzen Sie ergänzend eine gute Sonnencreme.
  5. Sonnencreme muss immer genügend und mindestens 30 Minuten vor dem Gang an die Sonne aufgetragen werden. Nachcremen verlängert den Schutz nicht.
  6. Kinder sollten generell wie Hauttyp I vor der Sonne geschützt werden, unabhängig von ihrem tatsächlichen Hauttyp.
  7. Kleinkinder bis zu einem Jahr niemals der direkten Sonne aussetzen.

Sonnenbrand = Verbrennungen ersten Grades

Sonnenbrand BehandlungFür die Haut ist das Sonnenbaden höchster Stress: Zum einen wird sie von der Sonne regelrecht ausgetrocknet, zum andern fühlt sich überhitzt und gereizt an. Aus diesem Grund sind gute After-Sun-Produkte immer fettfrei und spenden Feuchtigkeit. Dank ihres erhöhten Wassergehalts verhelfen sie die heisser Haut zu wohltuender Kühlung.

Ein Sonnenbrand ist nicht zu unterschätzen, denn es handelt sich dabei immer um eine Verbrennung ersten Grades. Betroffen sind die obersten Hautschichten. Wenn Sie einen Sonnenbrand „erwischt“ haben, dann duschen oder baden Sie so kühl wie möglich und trinken Sie viel, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Bildet die Haut bereits Blasen oder es wird Ihnen schlecht oder Sie bekommen Fieber, so suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.

Die vier grössten Irrtümer

Irrtum 1: Es ist bewölkt, jetzt brauch ich keine Sonnencreme

Falsch. Wie auch das Bundesamt für Gesundheit bestätigt, vermindert eine leichte Wolkendecke in der Höhe die UV-Strahlung auf der Erde nur gerade um 5 – 10 %. Eine dichte Wolkendecke auf mittlerer Höhe reduziert die UV-Strahlung um 30 bis 70 %.

Irrtum 2: Einfach immer nachcremen

Nein, das funktioniert nicht. Auch mit hohem LSF muss die Eigenschutzzeit der Haut beachtet werden. Mit nachcremen wird die Schutzzeit nicht verlängert, sondern lediglich aufrecht erhalten. Man sollte sich also niemals den ganzen Tag lang an der prallen Sonne aufhalten: Auch wenn die Werbung  „Sunblock“ oder „Daylong“ verspricht.

Irrtum 3:Sonnencremes mit Faktor 50 verlängern die Eigenschutzzeit meiner Haut um den Faktor 50

Ja, aber leider nur in der Theorie. In der Praxis leider nicht. Bei der Berechnung des Sonnenschutzfaktors gehen die Produzenten von idealen Bedingungen aus, die wir leider meist nicht antreffen. Wir müssten daher wesentlich mehr Creme verwenden, als wir dies im Normalfall tun,  nämlich zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut, das entspricht etwa 30 Millilitern für den ganzen Körper. Wir müssten uns vor dem „Sünnele“ eincremen und nicht erst in der Badi, am besten zweimal, und danach 20 Minuten nackt warten, damit die Kleider die Sonnencreme nicht wieder abwischt. Da wir dies in der Regel jedoch nicht tun und auch noch weniger Sonnencreme verwenden als richtig wäre, bleiben von einem Faktor 50 im besten Fall noch ein Faktor 20 oder 30 übrig.

Irrtum 4: „Wasserfest“ heisst, dass ich mich nach dem Baden oder Duschen nicht nachcremen muss

Nur dann, wenn Sie sich nach dem Baden oder Duschen nicht mit einem Badetuch abtrocknen und Ihre Bade-oder Duschzeit nur von kurzer Dauer ist. „Wasserfest“ darf sich eine Sonnencreme dann nennen, wenn nach zweimal 20 Minuten im Wasser noch 50% des Sonnenschutzes vorhanden sind.

Empfehle uns Deinen Freunden und Kontakten. Vielen Dank.